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Nordmeyer 30.01.2018

Im Rahmen der „Unkrauttagung" vom 27. Februar bis 1. März 2018 werden Workshops zu verschiedenen Schwerpunktthemen durchgeführt. Ziel der Workshops ist die Möglichkeit der vertieften Diskussion von aktuellen Themengebieten, die im Rahmen des Vortrags- und Posterprogramms oft nicht ausreichend diskutiert werden können. Die geplanten Workshops werden parallel in deutscher Sprache durchgeführt und haben eine Gesamtdauer von jeweils 120 Minuten.

Die Workshops werden von jeweiligen Experten inhaltlich vorbereitet, die dann auch die Leitung und Moderation des Workshops übernehmen.

Themen der Workshops:

1. Diversität - Lösung aller Probleme?

Diversität als Konzept auch für die Landwirtschaft wird einerseits schon lange andererseits immer intensiver in der Wissenschaft diskutiert. Der Workshop greift diese Diskussion auf. Aus dem Projekt F.R.A.N.Z. wird es dafür praktische Impulse geben. In dem Projekt werden praxistaugliche und wirtschaftlich tragfähige Naturschutzmaßnahmen in intensiv bewirtschafteten Agrarräumen entwickelt und erprobt. Betriebe setzen Maßnahmen um, die Lebensräume für typische wildlebende Tier- und Pflanzenarten der Agrarlandschaft schaffen und sich gleichzeitig gut in die betrieblichen Abläufe integrieren lassen.

2. Hacken & Striegeln

Die mechanische Unkrautbekämpfung gewinnt an Bedeutung. Einerseits weil der Einsatz von Herbiziden zunehmend an Grenzen stößt, andererseits weil die Geräte technisch deutlich verbessert worden sind. Aber welche Systeme sind wirklich innovativ? Welche Potenziale sind für die Zukunft noch zu erwarten? Brauchen wir eine objektive Geräteprüfung? Soll man Betriebe bei der Beschaffung finanziell unterstützen? Diese und ähnliche Fragen wollen wir gemeinsam mit Ihnen diskutieren. Der Workshop wird mit einigen kurzen Statements beginnen.

3. Herbizidresistenz - Warum erreichen wir die Praxis nicht?

Der Workshop soll der zentralen Frage nachgehen wie man die Diskrepanz zwischen offensichtlich vorhandenem Wissen der Landwirte über ein hohes Resistenzrisiko und der Umsetzung entsprechender Anti-Resistenzmaßnahmen auf Betriebsebene verringern kann. Der Workshop wird mit einigen kurzen Statements von Stakeholdern beginnen, die in der Beratung aktiv sind. Im Anschluss sollen gemeinsam die folgenden Fragen diskutiert werden: Welche Kommunikationswege werden genutzt um mit den Landwirten in Kontakt zu treten? Wo bestehen Stärken bzw. Schwächen bei der Beratung? Welche ackerbaulichen/wirtschaftlichen Hinderungsgründe gibt es für die mangelnde Durchführung von Anti-Resistenzmaßnahmen?

4. Leguminosenanbau - Vom Ökolandbau lernen

Der Leguminosenanbau, insbesondere auch der Anbau von Körnerleguminosen hat sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. Möglich wurde dies aufgrund der Förderung im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen („Vielseitige Fruchtfolge") und durch den Anbau im Rahmen des Greenings (ÖVF). Ab diesem Jahr ist auf den ÖVF's kein Pflanzenschutz mehr möglich. Der Herbizideinsatz ist im integrierten Anbau jedoch eine der wichtigsten Maßnahmen zur Ertragssicherung. Im ökologischen Landbau sind eine Reihe von Managementmaßnahmen zur Unkrautregulierung im Leguminosenanbau erarbeitet wurden. Daher soll im Workshop diskutiert werden, ob diese Strategien auch im integrierten Anbau erfolgreich eingesetzt werden könnten bzw. welche Anpassungen dafür notwendig wären.



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